Mehr Fahrten, mehr Personal, mehr Service – das ändert sich bei metronom zum Fahrplanwechsel am 09.12.2018

Unter dem Motto „unterwegs mit Freunden“ fährt metronom ab 9. Dezember mit einem deutlich erweiterten Angebot.

„So viele gute Nachrichten gab es zuletzt 2003 für den Nahverkehr in Niedersachsen“, freut sich Lorenz Kasch, kaufmännischer Geschäftsführer des metronom. „Zusammen mit der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) haben wir mehr als ein Jahr daran gearbeitet, ein wirklich umfassendes Paket an zusätzlichen Fahrten, neuen Services und Leistungen für die Fahrgäste zu schnüren.“

metronom hatte sein Stammnetz, die Strecken Hamburg-Lüneburg-Uelzen (RE3, RB31), Uelzen-Hannover-Göttingen (RE2) und Hamburg-Rotenburg-Bremen (RE4, RB41) im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung 2017 erneut gewonnen und fährt die Strecken ab dem 9. Dezember 2018 in einem neuen Verkehrsvertrag.

Die neuen Angebote sind teilweise bereits in dem Verkehrsvertrag angelegt, darüber hinaus hat metronom weitere zusätzliche Leistungen und Services für die Fahrgäste vorbereitet.

Im Einzelnen gibt es ab 9. Dezember 2018 folgende Neuerungen bei metronom:

Ohne Umstieg von Hannover nach Hamburg und zurück

Jeder zweite Zug fährt künftig von Hannover nach Hamburg durch – ohne den bisher notwendigen Umstieg in Uelzen. Das gleiche gilt natürlich auch für die Richtung Hamburg – Hannover.

„Wie bisher auch fährt metronom 1x pro Stunde von Hannover nach Hamburg, bei jeder zweiten Fahrt entfällt ab sofort aber der lästige Umstieg in Uelzen. Die durchfahrenden Züge haben wir in unserem Fahrplanheft deutlich gekennzeichnet“, erklärt Torsten Frahm, technischer Geschäftsführer des metronom, das verbesserte Angebot.

Auf fast allen Linien: zusätzliche Fahrten, vor allem in den Abend- und Nachtstunden

Den klassischen Betriebsschluss der Eisenbahn gibt es fast nicht mehr. metronom fährt künftig fast rund um die Uhr, insbesondere am Wochenende.

Zwischen Bremen und Hamburg (RB41) gibt es insgesamt 7 neue Fahrten nach Mitternacht bis 6 Uhr morgens. Damit werden vor allem die Wünsche von Party- und Konzertbesuchern, Jugendlichen und Nachtschwärmern, Pendlern im Schichtdienst oder Fahrgäste von/zum Flughafen erfüllt.

Auf der Linie RE3 und RB31 zwischen Hamburg und Uelzen gibt es insgesamt 52 neue Fahrten. 47 davon finden sich im Fahrplan für das Wochenende. So gibt es nun auch hier nachts einen festen Stundentakt bis 6:00 morgens von Hamburg nach Lüneburg. In der Gegenrichtung von Uelzen nach Hamburg fahren nun alle Züge bis zum Hamburger Hbf, bisher endeten viele Züge bereits in Hamburg-Harburg.

Auch das sogenannte „amazon-Paket“ konnte umgesetzt werden, welches das Land Niedersachsen für die Mitarbeiter des neuen amazon-Logistik-Zentrums in Winsen bestellt hat. Dafür wurden teilweise neue Fahrten aufgenommen, teilweise die Fahrzeiten bereits bestehender Verbindungen angepasst. Ab Dezember können amazon-Mitarbeiter nun passend zu jedem Schichtbeginn- und -ende mit dem metronom nach Winsen fahren und wieder nach Hause Richtung Lüneburg und Hamburg. Insgesamt umfasst dieses Paket zusätzlich 70.000 km pro Jahr.

Zwischen Uelzen und Hannover (RE 2) ist die wichtigste Neuerung die durchgehende Verbindung zwischen Hannover und Hamburg (siehe oben). Das hat zur Folge, dass man am Wochenende von Hannover nach Hamburg über Celle und Uelzen etwa alle halbe Stunde mit einem Zug des metronom fahren kann.

Auf der Strecke Hannover – Göttingen war das Angebot auch bisher schon sehr gut. Hier kommen eine neue Fahrt in den sehr frühen Morgenstunden und zwei Spätfahrten hinzu – ein Wunsch vieler Berufspendler.

Weitere Neuerungen bei metronom betreffen vor allem den Service

So wird künftig jeder Zug mit zwei Fahrgastbetreuern besetzt sein – also einer zusätzlich auf jeder Fahrt. „Unsere Fahrgäste wünschen sich mehr Beratung und Service vor und während der Fahrt. Dem kommen wir gerne nach. Auch das Sicherheitsempfinden kann durch 2 Mitarbeiter an Bord deutlich erhöht werden“, erklärt Lorenz Kasch das Angebot.

Passend dazu ist auch das Kundenzentrum länger erreichbar – jeweils immer eine halbe Stunde vor der ersten und eine halbe Stunde nach der letzten Fahrt lt. Fahrplan.

Besonderen Wert legt metronom auf die Information der Fahrgäste – vor allem wenn es einmal nicht so läuft wie geplant. Dafür hat metronom ab Dezember eine neue Stelle geschaffen – einen Infomanager. „Erstmals ist ein Mitarbeiter nur und ausschließlich dafür zuständig, die Information der Fahrgäste zu verbessern. Viele Störungen können wir leider nicht beeinflussen oder verhindern. Aber die Information der Fahrgäste über unsere eigenen Medien, wie z.B. website, facebook, twitter oder Fahrplanauskunft, die können wir verbessern“, erklärt Torsten Frahm. Und weiter: „In Kürze bieten wir eine weitere Möglichkeit an, sich live über die Verkehrslage bei metronom zu informieren – per WhatsApp“.

Viele weitere neue Angebote werden im Laufe des nächsten Jahres sichtbar sein. Hier arbeitet metronom aktuell noch an den Details der Umsetzung, möchte aber so schnell wie möglich neue Services anbieten. Ohne vorab zu viel zu verraten - es geht um zusätzlichen Service am Bahnsteig, um einen besonderen Service für Pendler und vieles mehr.

Bereits etablierte und beliebte Services, wie z.B. der Ruhewagen oder die nachträgliche Vorlage vergessener Zeitkarten, bleiben natürlich bestehen.

Nur auf eines müssen die Fahrgäste künftig leider verzichten: Die Snackautomaten werden ab Dezember nicht mehr weiter betrieben. Dazu Lorenz Kasch „Hier bereiten wir uns schon auf die von der LNVG geplante Modernisierung aller Fahrzeuge vor. Die bisherigen Automaten sind inzwischen mehr als 10 Jahre alt und können nicht mehr weiterverwendet werden. Auch die Nachfrage ist stark rückläufig. So haben wir uns entschieden, schon jetzt einen klaren Schnitt zu machen. Ein Service, den kaum jemand nutzt, brauchen wir auch nicht anzubieten.“ Da fast alle Bahnhöfe in Niedersachsen inzwischen eine gute gastronomische Versorgung haben, ist der Snackautomat im Zug wohl tatsächlich entbehrlich.


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