Uelzen/Celle

Lokführerinnen gesucht! Mehr Frauenpower für die Schiene bei metronom und erixx

Lokführer gilt nach wie vor als klassischer Männerberuf. Das stimmt auch. Laut Angaben der Allianz pro Schiene waren im Jahr 2020 gerade mal 4,6 Prozent der Lokführer weiblich. metronom liegt aktuell mit 4,1 Prozent leicht darunter, bei erixx sind inzwischen immerhin knapp 10 Prozent der Triebfahrzeugführer Frauen. Es sollen dringend mehr werden.

„Wir wollen grundsätzlich mehr Frauen für den Beruf des Lok- oder Triebfahrzeugführers begeistern, nicht nur am internationalen Frauentag“, so Frank Silzer, technischer Geschäftsführer der beiden Eisenbahnunternehmen. „Aber es ist eine gute Gelegenheit, Frauen auf die Karriere-Chancen bei uns aufmerksam zu machen“. Während bei den Fahrgastbetreuern die Geschlechterverteilung der Bewerber und Mitarbeiter nahezu ausgeglichen ist, sind Frauen im Führerstand der Züge und auch bei den Bewerbern für die anspruchsvolle Ausbildung nach wie vor in der Minderheit.

„Lokführer oder Lokführerinnen haben viel Verantwortung, können eigene Entscheidungen treffen und jeder Tag bietet neue Herausforderungen. Und es ist ein krisensicherer Job – das ist für viele Menschen attraktiv, ganz unabhängig vom Geschlecht“, so Silzer. Aber die Anforderungen seien hoch, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten müssten neben technischem Verständnis eine hohe Stressresistenz mitbringen und psychologisch geeignet sein. „7.500 PS sind sorgfältig zu steuern“, so Silzer. Alle Eisenbahnunternehmen würden aktuell nach geeigneten Fachkräften suchen. „Wer eine entsprechende Ausbildung mitbringt oder eine Qualifizierung durchlaufen hat, kann seinen Arbeitgeber quasi frei auswählen“, so Silzer.

Auch metronom und erixx suchen zurzeit nach neuen Kolleginnen und Kollegen. Bei aller Begeisterung für den Schienenverkehr wissen die Unternehmen natürlich um die besonderen Herausforderungen ihrer Branche. „Bei der Eisenbahn gibt‘s Schichtdienst, daran können wir wenig ändern. Aber wir tun, was wir können, um all unseren fahrenden Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern“, erklärt Kira Zagermann, Personalreferentin bei metronom und erixx. So bieten die Unternehmen wohnortnahe Dienststellen, Schichten beginnen und enden immer am gleichen Ort. Es gibt verschiedene Teilzeitmodelle für alle, die das möchten. Und die Mitarbeiter können zwischen mehr Gehalt oder zusätzlichen Urlaubstagen wählen und ihr Diensthandy grundsätzlich auch privat nutzen.

Auch Quereinsteigerinnen bekommen bei der Eisenbahn eine Chance. Frauen, die zum Beispiel eine technisch-gewerbliche Ausbildung mitbringen und sich einen Wechsel vorstellen können, sollten sich jetzt für einen der 8- bis 13-monatigen Ausbildungslehrgänge bewerben. Erfolgreiche Kandidatinnen erwartet jede Menge technisches Wissen, Service und Teamarbeit und ein Einstiegsgehalt von 2.300 Euro brutto schon während der Ausbildung. Aktuelle Stellenangebote in Schleswig-Holstein gibt’s auf www.erixx.sh, für Niedersachsen auf www.metronom.de und www.erixx.de.


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